Wann lohnt sich Virtualisierung für kleine und mittelständische Unternehmen?

Wann lohnt sich Virtualisierung für kleine und mittelständische Unternehmen?

Virtualisierung
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Die Frage „Wann lohnt sich Virtualisierung für kleine und mittelständische Unternehmen?“ stellt sich Florian Hettenbach in einem Artikel der Computerwoche.

Virtualisierung für kleine und mittelständische Unternehmen

Wachsende Betriebskosten und steigende Hardwareanforderungen bei geringerem Budgets zwingen kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), IT-Kosten zu sparen. Eine Lösungsvariante ist die Virtualisierung der IT-Infrastruktur. Aber ab wann lohnt sich IT-Virtualisierung für KMUs wirklich und welche Risiken bringt es mit sich?

Virtualisierung

Mit der Virtualisierung der IT wird eine Abstraktionsebene zwischen Betriebssystem und Hardware geschaffen, der sogenannte Hypervisor. Dieser ermöglicht die Erstellung von virtuellen Containern (VMs), die die gleichen Eigenschaften besitzen wie physikalische Server (CPU, Arbeitsspeicher, Speicherplatz oder Netzwerkschnittstellen). Damit erfolgt in erster Linie die Konsolidierung von vielen, wenig ausgelasteten Systemen auf wenige, gut ausgelastete Systeme, womit sich gleichzeitig virtuelle Maschinen entkoppelt von der Hardware verlagern und verändern lassen. Im Notfall kann die IT-Betreuung virtuelle Umgebungen von einem Server auf einen anderen Server verlagern um physikalische Ressourcen besser zu nutzen. Voraussetzung ist, dass genügend Server als Hardware zur Verfügung stehen.
Zudem wird es ermöglicht, mehrere Gastsysteme auf nur einer physikalischen Maschine laufen zu lassen, ganz gleich, ob Windows oder Linux. Außerdem können Wartungsfenster besser geplant werden, da laufende Systeme ohne Unterbrechung von einem Server zum anderen verschoben werden können, und dies inzwischen auch ohne zentrales Speichersystem.

Energiekosten senken

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Energiekosten, da durch die Verringerung der physikalischen Server weniger Strom verbraucht wird. Dies trägt positiv zur Umwelt und dem Umweltschutz bei. In Kombination mit einer Stromproduktion wie Solar oder anderen Energieerzeugungen kann man so sein (kleines) Rechenzentrum autonom betreiben.

Hardwarevoraussetzungen

Für eine virtualisierte Umgebung ist stabile Hardware unerlässlich. Neben den Servern ist in vielen Fällen ein zentrales Speichersystem erforderlich, das unbedingt ausreichend dimensioniert sein muss. Um hier eine performante Infrastruktur zu implementieren, ist zuvor eine genaue Bedarfsanalyse durchzuführen, die neben der Zahl der zu virtualisierenden Server auch detaillierte Daten zum Anwendungsverhalten enthalten muss. Lässt man diese Analyse außen vor, läuft man Gefahr, dass man entweder zu groß dimensioniert, was unnötige Kosten verursacht, oder zu klein, was im schlimmsten Fall zu einer Nichtfunktion der gesamten Umgebung führen kann – im letzteren Fall ist man froh, wenn man bei der Auswahl der Systeme zumindest auf eine unkomplizierte „Aufrüstbarkeit“ geachtet hat.

Applikationen ohne Virtualisierung betreiben

Gegen Virtualisierung spricht, wenn Applikationen vorhanden sind oder genutzt werden, die besonders ressourcenintensiv sind, das heißt sowohl bei CPU/RAM als auch hinsichtlich der Geschwindigkeitsanforderung an das Speichersystem (IOPS). Diese Applikationen könnte man vielleicht verteilen, was aber nicht zielführend ist. Ideal sind eine gleichbleibende und niedrige Auslastung sowie möglichst homogene Umgebungen.
Technisch betrachtet ist Virtualisierung erst ab fünf zu virtualisierenden Servern sinnvoll, weil bei einer geringeren Serveranzahl das Ausfallrisiko durch die Konsolidierung erhöht wird. Um dagegen eine entsprechende Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit herzustellen, muss man in kostenpflichtige Lösungen investieren. Dementsprechend sollte man sich genau überlegen, ob sich dies für das Unternehmen rechnet.

Fragen zur Virtualisierung?

Wollen Sie Ihre IT virtualisieren oder haben Sie Fragen zur Virtualisierung Das Quality-IT-Team ist für Sie da. Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch.
Log-Daten im Steps Active Server .net löschen

Log-Daten im Steps Active Server .net löschen

Ab der Version 2014.5(SP1) der ERP-Lösung Steps Business Solution, ein Produkt der Step Ahead AG, können die Log-Einträge der Steps Active Server Jobs automatisch gelöscht werden. Mit Hilfe der neuen Methode Misc.DeleteLogs() können Sie einstellen, ob nur Logs der aktuellen Dienstinstanz, oder Logs, die älter als X Tage sind, gelöscht werden sollen.

Steps Active Server

Screenshot des Steps Active Server .net mit Fortschrittsanzeige
Screenshot des Steps Active Server .net mit Fortschrittsanzeige

 

Der Steps Active Server (2014) ist ein Produkt des ERP-Herstellers Step Ahead AG aus Germering. Es ist Produktbestandteil des ERP-Systems Steps Business Solution.

Mit dem Steps Active Server können zeitgesteuert Computerbefehle abgesetzt werden. Es werden folgende Programmiersprachen unterstützt:

  • VBScript
  • VB.net
  • C#
  • T-SQL

Mit Hilfe dieser Programme können Prozessautomatisierungen in dem ERP-System Steps Business Solution durchgeführt werden. Die Step Ahead AG liefert mit Kauf dieses Moduls, welches nach den concurrent-Usern der Applikation lizensiert wird, bereits einige Standard-Scripten aus.

Da es sich um nicht kompilierten Source handelt, kann jeder ERP-Administrator diese Scripten mit dem entsprechenden Programmier-Wissen kundenspezifisch anpassen.

Diese flexible Arbeitsweise und der großen Reichweite, die man mit den Programmiersprachen hat, macht den Steps Active Server zu einem Mitarbeiter, der nichts vergisst. So werden gerne Steps Active Server Jobs geschrieben, die ERP-Benutzer mit E-Mails auf zu bearbeitende Geschäftsprozesse hinweist. In Kombination mit dem SIB-Start kann direkt aus der E-Mail der entsprechende Datensatz zur Bearbeitung im ERP-System gestartet werden. Der SIB-Start ist eine spezielle Dateiendung, mit der der Steps Client automatisiert gestartet werden kann und zusätzliche Befehle übertragen werden. Für Geschäftsprozessoptimierungen ist der Steps Active Server ein unverzichtbares Werkzeug.

Methode Misc.DeleteLogs()

Löscht Log Einträge.

Namespace: Steps.ActiveServer.DefaultScriptObjects
Assembly: Steps.ActiveServer.DefaultScriptObjects (in Steps.ActiveServer.DefaultScriptObjects.dll) Version: 1.0.0.0 (10.5.2.1206)

C#

 
public void DeleteLogs( bool currentInstanceOnly, int keepDays )
VB.net

Public Sub DeleteLogs ( 
	currentInstanceOnly As Boolean,
	keepDays As Integer)

Parameters

currentInstanceOnly
Type: System. Boolean
Es werden nur Log-Einträge aus der aktuellen Instanz gelöscht.
keepDays
Type: System. Int32
Es werden nur Log-Einträge gelöscht, die älter als in diesem Parameter angegeben sind (Einheit: Tage).

Remarks

z.B. 1. DeleteLogs(true, 2) – Löscht alle Log Einträge zu Jobs, die sich unter aktuellen Dienstinstanz befinden. Es werden nur Log Einträge älter als 2 Tage gelöscht. 2. DeleteLogs(false, 0) – Löscht alle Log Einträge unabhängig von der Instanz und dem Alter des Eintrags.
digitale Transformation: neue Technologien sind für deutsche Unternehmen schwere Kost

digitale Transformation: neue Technologien sind für deutsche Unternehmen schwere Kost

digitale Transformation IT
digitale Transformation IT

Dr. Dietmar Müller ist der Meinung „Deutsche Firmen verschlucken sich an neuen Technologien“.

neue Technologien sind für den Fortbestand eines Unternehmens unerlässlich

Immer diese Panikmache – deutsche Unternehmen schlagen sich bei der Adaption neuer Technologien im internationalen Vergleich ganz wacker. Sie agieren allerdings etwas sehr konservativ, was sich noch rächen wird.

Viele Manager fühlen sich als Mitläufer und damit nicht oder nur teilweise für die Herausforderungen dieses Umwälzungsprozesses gewappnet. Viele Unternehmensentscheider haben bislang keine funktionierende Strategie zur Bewältigung des digitalen Transformationsprozesses implementiert. Pläne existieren bei ihnen allenfalls auf dem Papier.

Hoffnung macht jedoch folgender Trend: Die IT-Abteilung ist immer mehr in der Rolle des Ideengeber und Strategen und nicht länger in der des reinen Umsetzers. Denn der digitale Wandel hat entscheidenden Einfluss auf die Unternehmensstrategie. IT-Expertise wird für CEOs zur unerlässlichen Qualifikation.

Zukünftig werden keine Entscheidungen auf Executive Ebene mehr getroffen, die nicht auch Einfluss auf die IT-Strategie hätten – und umgekehrt. Die IT wird noch stärker als bisher zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor. Immer mehr Unternehmen investieren deshalb in den Um- und Ausbau der bestehenden Strukturen und machen sich die Vorteile der Next Generation IT zu Nutze.

Laut der Studie wünschen sich vier von fünf IT-Verantwortlichen deutlich höhere Budgets von mindestens 10 Prozent und zwei von fünf benötigen sogar mindestens 20 Prozent mehr Mittel, um Innovationen in der IT vorantreiben und Next-Generation-IT-Architekturen aufbauen zu können.

Neben den finanziellen mangelt es vielen Unternehmen oft auch an den personellen Ressourcen, um den digitalen Wandel intern voranzutreiben. Deshalb greifen immer mehr von ihnen zusätzlich auf die Expertise externer Dienstleister wie dem Quality-IT-Team zurück. Dies zeigt sich auch beim Thema Digitale Transformation, etwa wenn es darum geht, IT-Architekturen der nächsten Generation aufzubauen. Um deren Vorteile – Skalierbarkeit, höhere Flexibilität und On-Demand-Services – für das eigene Unternehmen nutzbar zu machen, sollte das Management zügig handeln. Andernfalls besteht die Gefahr, bei der Digitalen Transformation ins Hintertreffen zu geraten.

Die Digitale Transformation beginnt in den meisten Fällen mit dem Umstieg auf As-a-Service-Modelle, der Nutzung von Lösungen in den Bereichen Business Analytics und Big Data sowie mit Ansätzen für ein optimiertes Mobile Business.

Die Firmen greifen dabei auch bisher schon auf externe Expertise zurück: Viele Unternehmen setzen bereits auf Service-Anbieter und professionelle Partner von außen. Bei deren Auswahl stehen Sicherheit und Ausfallsicherheit ganz oben auf der Prioritätenliste. Flexibilität, Agilität und Reaktionsgeschwindigkeit sind ebenfalls wichtige Leistungen eines Service-Providers. Mit dem Portfolio der QITT GmbH kann dieser Transformation unterstützt werden.

Es gilt, die gesamte IT-Architektur zu transformieren und die Migration der Next Generation IT erfolgreich zu gestalten. Der Erhalt des Status Quo ist für ein modernes Unternehmen definitiv keine Option.

Insgesamt haben die Unternehmen erkannt, dass von der Strategie und den Mitteln, mit denen sie der Digitalen Transformation begegnen, die Zukunft des Unternehmens abhängt. Nur mit der entsprechenden IT bleiben sie wettbewerbsfähig. Dabei zeigen die Ergebnisse der Studie eines sehr deutlich: Je größer ein Unternehmen ist, umso aktiver ist es bei der Gestaltung der Digitalen Transformation. Wer die Digitale Transformation jetzt noch immer nicht ganz oben auf der Strategie- und der Investitionsagenda hat, der wird in Zukunft kaum eine Chance am Markt haben.

Wir unterstützen Sie bei der digitalen Transformation!

Haben Sie Fragen zur digitalen Transformation oder brauchen Sie einen langfristigen Partner, der mit Ihnen gemeinsam diesen Weg geht. Das Quality-IT-Team ist für Sie da. Kontaktieren Sie uns.

5 Irrtümer zu Business Intelligence

5 Irrtümer zu Business Intelligence

Business Intelligence
Business Intelligence

Was Sie über Business Intelligence (BI) wissen ist falsch. Oder doch nicht?

Fünf gängige Mythen wurden hier über Analytics-Anwendungen gelistet und auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft:

1. Dashboards = Business Intelligence

Dashboards, die einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen geben und einen schnellen Zugriff ermöglichen, sind nach wie vor die häufigste Form von BI. Viele Unternehmen nutzen Dashboards außerdem für das monatliche oder tägliche Berichtswesen und senden Finanzberichte an ganze Geschäftsbereiche. Andere BI-Modelle beinhalten Self-Service Adhoc-Berichtswesen, die über traditionelles statisches Reporting und Datenidentifikation hinausgehen. Dabei bearbeiten Analysten interaktiv Daten aus unterschiedlichen Quellen in einer BI-Oberfläche. Zusätzlich gibt es viele BI-Plattformen, die Nutzer in die Lage versetzen, mit anderen Anwendern zusammenzuarbeiten und Texte oder Grafiken zu kommentieren – Stichwort Kollaboration. Business Intelligence-Lösungen sind heute so flexibel, dass Nutzer an beliebigen Orten arbeiten können. Innovative BI beschränkt sich daher nicht nur allein auf Dashboards.

2. Das bekannteste BI-Tool ist das Beste

Wenn BI-Lösungen eingeführt werden, heißt es oft „One size fits all“. Der Hype um populäre Lösungen bringt aber nicht automatisch Vorteile. Unternehmen müssen beurteilen, ob die Lösungen auf der Shortlist mit der eigenen Datenarchitektur kompatibel sind, die Anforderungen der Nutzer berücksichtigt werden und ob sie zukunftsfähig und skalierbar sind. Daher kann es von Nachteil sein, wenn ausschließlich die „angesagten Anbieter“ auf der Shortlist stehen. Ein Blick in Marktstudien von Analysten, wie etwa dem „The BI Survey“ von BARC, gibt Aufschluss über die Angebote und zahlt sich später aus. Auch Marktübersichten sind bei der Erstellung einer Herstellerübersicht auf Basis von Produktfunktionen und Nutzerbewertungen sehr hilfreich.

3. Der Return on Investment von BI ist fragwürdig

Der potentielle Return on Investment (ROI) von BI hängt sowohl von der Situation des Unternehmens als auch von der Wahl der richtigen BI-Lösung ab und lässt sich in fünf Kategorien unterteilen: Umsatzsteigerung, Gewinnmargenschutz, Kostenreduzierung und -vermeidung sowie Vermeidung von Kapitalkosten. Mit Hilfe der ROI-Analyse sind Unternehmen in der Lage, die zu tätigenden oder bereits getätigten Investitionen zu untersuchen und unter Umständen auch zu rechtfertigen. Oft bieten Anbieter auch Hilfe bei der Ermittlung des ROI an. Hier gilt also: Der ROI ist nicht fragwürdig, sondern vielmehr eine unterstützende Kennzahl, um die Unternehmensplanung zu optimieren.

4. Nur Big Data macht BI aussagekräftig

Der Big Data-Hype bewirkte, dass die Integration von unstrukturierten und Echtzeitdaten als Grundlage für den Entscheidungsprozess dient. Dabei sollte der Fokus auf Big Data nicht zu einer Blockade führen. Große Datenmengen beziehungsweise deren Aufbereitung nehmen in jedem Unternehmen einen unterschiedlichen Stellenwert ein. Dennoch brauchen Unternehmen auch ohne Big Data eine innovative BI-Lösung, um wettbewerbsfähig zu sein oder zu bleiben. Auch aus kleineren Datenmengen können eine Menge wichtige Einblicke gewonnen werden.

5. Business Intelligence blockiert die IT

Historisch gesehen waren Datenabfragen und Berichterstellung für die Fachbereiche eine klassische Aufgabe der IT. Heute ermöglichen einfach zu nutzende BI-Lösungen mit Self-Service-Funktionen den Fachanwendern die Entwicklung eigener Berichte und Dashboards – ohne Unterstützung durch die IT. Die IT-Abteilung muss dennoch in den Beschaffungsprozess involviert sein, da BI-Lösungen Unternehmensdaten nutzen, die üblicherweise von der IT verwaltet werden. Nach der Implementierung aber kann BI in die Verantwortung der Fachbereiche übergehen. Dies gilt besonders, wenn es sich um kleine, wartungsarme Lösungen handelt, die auf den vorhandenen Datenquellen aufsetzen und diese nativ nutzen, ohne weitere Data Warehouses zu benötigen.

Fazit

Business Intelligence soll bei Unternehmensentscheidungen unterstützen. Business Intelligence geht nicht ohne Software und passender Beratung. Mit einem externen Dienstleister bekommt dieses Thema nochmals einen Blick von außen und zusätzliche Ressourcen für die Einführung. Überlegen Sie selbst ob Sie mit Ihren jetzigen Auswertungen aus Ihrer ERP-Lösung Entscheidungen treffen können oder ob Sie wirklich Business Intelligence benötigen.

Microsoft Edge beerdigt proprietäre Internet-Explorer-Techniken

Microsoft Edge beerdigt proprietäre Internet-Explorer-Techniken

Microsoft Spartan Edge
Microsoft Spartan Edge

Wie wir heute bei Heise zu lesen bekommen haben, wird der neue Microsoft Browser Edge einige alte und proprietäre Techniken beerdigen.

ActiveX, VML, VBScript und vieles mehr: Microsoft zieht in Windows 10 eine umfangreiche Liste von Internet-Explorer-Erbschaften aus dem Verkehr.

Die ersten Informationen, die über Microsofts neuen Browser Edge durchsickerten, ließen keinen Zweifel daran, dass Microsoft alte Zöpfe abschneiden wird. Das Browser-Team hat wohl die Streichliste veröffentlicht. Demnach wirft Edge mehr als 300 alte APIs hinaus, entledigt sich der alten Dokument-Modi und löscht 220.000 Zeilen Code. Im Gegenzug schreiben die Entwickler über 300.000 Zeilen neu, um Anschluss an die Konkurrenz zu finden.

Eine der bekanntesten Techniken, die mit dem Internet Explorer vom Markt verschwinden werden, ist die Plug-in-Schnittstelle ActiveX.

Browser-Erweiterungen durch Browser Helper Objects (BHO) erlangten nie die Bedeutung der Erweiterungsschnittstellen von Firefox oder Chrome, die mit Techniken aus der Webentwicklung arbeiten. In Edge wird es offenbar eine ähnliche Erweiterungsschnittstelle geben – Details dazu soll es bald geben. Zusammen mit den BHOs verabschieden sich auch ExplorerBars.

VML war eine Vektorsprache, die sich früh von SVG abgespalten hat und die nie besonders erfolgreich war. Gescheitert ist auch der Versuch, die Windows-Macro-Sprache VBScript als Alternative zu JavaScript zu etablieren, weshalb Edge deren Support nun beendet. Stolz verweist Microsoft in diesem Zusammenhang darauf, dass Edge bei der Implementierung von JavaScript-Neuerungen (ECMAScript 6) Chrome abgehängt hat und auch vor Firefox liegt.

 

Active Documents, DOM-Erweiterungen und CSS-Eigenschaften

Geschichte sind auch Active Documents, eine Technik, die beispielsweise erlaubte, Word-Dokumente innerhalb des Internet Explorer anzuzeigen.

Auf der Strecke bleiben diverse DOM-Erweiterungen, etwa attachEvent() oder currentStyle. Die jüngsten Opfer der Modernisierung dürften die in IE8 eingeführten Webslices und Accelerators sein. Andere alte Zöpfe wie die DHTML Behaviors und die BinaryBehaviors hatte Microsoft schon vor Edge abgeschnitten.

Von den gut 160 CSS-Eigenschaften mit -ms-Präfix verstehte Edge nur noch etwa jede zehnte. Dafür beugt sich Microsoft der Marktmacht der WebKit-Browser und interpretiert mehr als 90 -webkit-Eigenschaften – zumindest vorübergehend, denn wie bei Google ist man der Meinung, dass Vendor-Präfixe keine gute Idee waren und neue Features eher durch Browser-Flags erprobt werden sollten. Flags sind in Edge hinter der URL about:flags zugänglich.

Schließlich soll Edge keinen historischen Fundus von Dokument-Modi mehr mitschleppen, mit dem noch ein moderner Internet Explorer 11 so tun kann, als wäre er ein IE5 aus den 90er-Jahren. Damit ist auch Schluss mit Conditional Comments, deren Inhalt nur von bestimmten IE-Versionen interpretiert wird. Die vollständige Liste hat Microsoft auf GitHub publiziert.

 

Sind Ihre Applikation READY FOR EDGE?

Der Internet Explorer und das zugehörige Control wird gerne und oft in modernen ERP-Lösungen verwendet um Dokumente anzuzeigen oder grafische Ausgaben auf Basis von HTML zu erzeugen. Frühe Entwicklungen setzen oft auf spezielle DOM-Erweiterungen oder Active Documents. Haben Sie diese Altlasten auch in Ihrer Applikation?

Um Ihren Kunden und Anwendern frühzeitig eine zeitgemäße Applikation zur Verfügung zu stellen sollten Sie hier Ihre Implementierungen prüfen und auf „READE FOR EDGE“ prüfen. Sie brauchen Unterstützung bei diesem Thema? Die mwbsc GmbH bietet mit Ihren Beratungsleistungen die richtige Hilfe. Kontaktieren Sie uns!